Person
Martin Schulz
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Redaktionelle Schätzung auf Basis öffentlicher Aussagen: Schulz vertritt deutlich umverteilungs- und arbeitnehmerorientierte wirtschaftspolitische Positionen. Gesellschaftspolitisch liegen belastbare Aussagen vor allem zu Migration, Schutz von Flüchtlingen und Toleranz vor. Außenpolitisch verbindet er europäische Handlungsfähigkeit mit Abrüstungs- und Deeskalationsorientierung; seine frühere Unterstützung zusätzlicher Mittel für die Bundeswehr begrenzt eine stärker pazifistische Einordnung.
Wirtschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Schulz erklärte 2026, er kämpfe für gerechtere Verteilung von Reichtum sowie anständige Bezahlung; soziale Gerechtigkeit bleibe ein Kernprinzip.
- Belegte Positionen
- Er fordert unter anderem europäische Maßnahmen gegen Steuervermeidung und Steuerflucht, ein Ende des steuerlichen Unterbietungswettbewerbs sowie Schutz von Arbeitnehmerrechten und Mitbestimmung.
- Institutionelles Umfeld
- Langjährige Funktionen in SPD und europäischer Sozialdemokratie erklären die politische Plattform, sind für sich genommen aber kein Beleg einzelner Positionen.
- Redaktionelle Ableitung
- Die Forderungen nach Umverteilung, fairen Löhnen, Steuerkoordination und Regulierung von Finanzrisiken sprechen klar für eine staats- und umverteilungsorientierte Wirtschaftspolitik; die Unterstützung eines wettbewerbsfähigen Binnenmarkts begrenzt die Einordnung am linken Skalenende.
Gesellschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Schulz nennt Gerechtigkeit, Respekt und Toleranz als wesentliche Elemente seiner politischen Arbeit.
- Belegte Positionen
- Er unterscheidet Flucht von Einwanderung, bejaht Unterstützung für Schutzsuchende und wendet sich gegen pauschale Hetze. Zugleich plädierte er für geregelte, faire Asyl- und Migrationspolitik mit Prioritäten sowie legalen Zugangswegen.
- Institutionelles Umfeld
- Als früherer Präsident des Europäischen Parlaments befasste er sich institutionell unter anderem mit Bürgerrechten, Justiz und Innerem; dies ersetzt keine Positionsbelege.
- Redaktionelle Ableitung
- Die belegte Betonung von Toleranz, Schutz von Flüchtlingen, legaler Migration und gleichen Verfahrensgarantien deutet progressiv. Seine ausdrückliche Befürwortung von Regeln und Begrenzungen rechtfertigt keine Einordnung am äußersten libertären Ende.
Außenpolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Schulz beschreibt europäische Souveränität und vertiefte europäische Zusammenarbeit als notwendig, um Interessen und demokratische Werte zu vertreten.
- Belegte Positionen
- Er forderte Abrüstung und eine neue Sicherheitsarchitektur statt eines Wettrüstens. 2017 verlangte er zugleich zusätzliche Milliarden für die Bundeswehr, lehnte aber eine Aufrüstung zur größten Armee des Kontinents und die von ihm kritisierte Aufrüstungslogik ab.
- Institutionelles Umfeld
- Schulz war Präsident des Europäischen Parlaments und ist Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. Diese Ämter sind institutioneller Kontext, nicht eigenständiger Beleg für seine außenpolitische Position.
- Redaktionelle Ableitung
- Die Quellen sprechen für eine multilateral-europäische, deeskalations- und abrüstungsorientierte Linie, aber nicht für grundsätzliche Ablehnung von Verteidigungsfähigkeit oder Bündniskooperation. Deshalb liegt die Schätzung leicht auf der pazifistisch-zurückhaltenden Seite, mit breitem Intervall.
Erfasste Auftritte
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Redaktionelle Schätzung
Ähnlich eingeordnete Personen
Nähe bedeutet hier nur, dass die redaktionellen Schätzwerte ähnlich liegen. Sie sagt nichts über Kontakte, Zusammenarbeit oder tatsächliche Übereinstimmung zwischen den Personen aus.
| # | Person | Wirt. | Ges. | Außen | Abstand | Belastbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Martin Schulz | -3.5 | -3.0 | -1.5 | – | eigene Werte | |
| 1 | Dietmar Bartsch | -4.0 | -3.0 | -2.0 | 0.8Punkte 0.3 | Mittel |
| 2 | Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) | -3.5 | -3.5 | -1.0 | 0.9Punkte 0.3 | Niedrig |
| 3 | Harald Welzer | -3.0 | -3.0 | -2.0 | 0.9Punkte 0.3 | Niedrig |
| 4 | Ralf Stegner (SPD) | -3.5 | -3.0 | -2.5 | 0.9Punkte 0.3 | Mittel |
| 5 | Kevin Kühnert (SPD) | -3.5 | -3.5 | -1.0 | 1.0Punkte 0.3 | Mittel |
| 6 | Yasmin Fahimi (SPD) | -4.5 | -3.0 | -1.0 | 1.0Punkte 0.5 | Mittel |
| 7 | Anke Domscheit-Berg (Die Linke) | -3.5 | -4.0 | -2.5 | 1.0Punkte 0.7 | Niedrig |
| 8 | Gregor Gysi | -4.0 | -3.0 | -3.0 | 1.0Punkte 0.7 | Mittel |
So wird der Abstand berechnet
Jeder Schätzwert wird als Wahrscheinlichkeitsverteilung über sein Unsicherheitsintervall verstanden. Der Abstand zweier Personen in einer Dimension ist der erwartete Betrag der Differenz zweier zufällig daraus gezogener Werte, gemessen in Skalenpunkten. Bei exakten Werten ist das der einfache Abstand der Punktwerte („Punkte“ in der Tabelle); je breiter die Unsicherheit, desto größer der erwartete Abstand. Zwei vage Einordnungen erscheinen deshalb nie näher als zwei präzise.
Der Gesamtabstand ist der Mittelwert über die drei Dimensionen. Verglichen werden nur Personen mit Schätzwerten in mindestens zwei gemeinsamen Dimensionen; für eine fehlende Dimension wird der durchschnittliche Abstand zweier beliebiger eingeordneter Personen angesetzt, damit fehlende Werte keine Nähe vortäuschen. Gezeigt werden höchstens 8 Personen mit einem Abstand von höchstens 1.75. Die Belastbarkeit entspricht der schwächsten beteiligten Sicherheitsstufe; bei nur zwei vergleichbaren Dimensionen ist sie höchstens mittel.
Belege und weitere Daten
Quellen der politischen Einordnung 8
- Archivierte Abgeordnetenbiografie von Martin Schulz in der 19. Wahlperiode · Deutscher Bundestag
Archivierte Selbstauskunft: geboren am 20. Dezember 1955; Eintritt in die SPD 1974; Abgeordneter der 19. Wahlperiode.
- Martin Schulz zum Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung wiedergewählt · Friedrich-Ebert-Stiftung · 16.12.2024
Die Friedrich-Ebert-Stiftung dokumentiert die Wiederwahl von Martin Schulz zum Vorsitzenden für eine weitere zweijährige Amtszeit.
- Lebenslauf Martin Schulz · Europäisches Parlament · 18.01.2012
Amtliche Biografie verwendet für Schulz das Pronomen „er“, nennt seinen SPD-Eintritt mit 19 Jahren und seine Europaparlamentslaufbahn.
- Martin Schulz zur SPD: „Und dann werden wir wieder Vertrauen gewinnen“ · WDR · 14.05.2026
Schulz fordert gerechtere Verteilung, anständige Bezahlung sowie Respekt und Toleranz; er erläutert seine Haltung zu Flucht und Migration.
- Rede von Martin Schulz beim Europäischen Rat am 15. Dezember 2016 · Europäisches Parlament · 15.12.2016
Schulz fordert Steuergerechtigkeit, Maßnahmen gegen Steuervermeidung, Bankenunion sowie einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen europäischen Binnenmarkt.
- Rede von Martin Schulz auf dem außerordentlichen SPD-Parteitag in Dortmund · SPD · 25.06.2017
Schulz verlangt mehr Mittel für die Bundeswehr, lehnt aber eine Aufrüstung zur größten Armee Europas und Trumps Aufrüstungslogik ab.
- Abrüsten statt Wettrüsten · SPD · 24.05.2017
Schulz fordert eine neue Sicherheitsarchitektur und europäisches Engagement für Frieden und Abrüstung statt eines Rüstungswettlaufs.
- Lampedusa, 3. Oktober 2014 – Rede von Martin Schulz · Europäisches Parlament · 03.10.2014
Schulz befürwortet humanitären Flüchtlingsschutz, legale Migrationswege und faire europäische Verantwortungsteilung, zugleich Regeln, Begrenzungen und Prioritäten.
Alle erfassten Auftritte 5
Unveränderte LLM-Antwort
Maschinell erzeugte Rohausgabe, unverändert veröffentlicht und nicht gleichbedeutend mit einer redaktionellen Bestätigung.
{"gender":"male","birth_year":1955,"party_affiliation":"SPD","party_membership_status":"member","party_membership_note":"Der Deutsche Bundestag dokumentiert seinen Eintritt in die SPD 1974. In einem WDR-Interview vom 14. Mai 2026 bezeichnet Schulz die SPD als „meine Partei“; ein öffentlich belegter Austritt wurde in den ausgewerteten Quellen nicht gefunden.","short_description":"Deutscher Politiker und Buchhändler; Mitglied des Europäischen Parlaments 1994–2017, dessen Präsident 2012–2017, SPD-Bundesvorsitzender 2017–2018 und Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung.","political_short_label":"Sozialdemokratisch und proeuropäisch; gesellschaftlich progressiv, außenpolitisch multilateral und bei Aufrüstung zurückhaltend.","overall_assessment":"Redaktionelle Schätzung auf Basis öffentlicher Aussagen: Schulz vertritt deutlich umverteilungs- und arbeitnehmerorientierte wirtschaftspolitische Positionen. Gesellschaftspolitisch liegen belastbare Aussagen vor allem zu Migration, Schutz von Flüchtlingen und Toleranz vor. Außenpolitisch verbindet er europäische Handlungsfähigkeit mit Abrüstungs- und Deeskalationsorientierung; seine frühere Unterstützung zusätzlicher Mittel für die Bundeswehr begrenzt eine stärker pazifistische Einordnung.","dimensions":[{"dimension":"economy","assessable":true,"estimate":-3.5,"uncertainty_min":-4.5,"uncertainty_max":-2,"confidence":"high","self_description":"Schulz erklärte 2026, er kämpfe für gerechtere Verteilung von Reichtum sowie anständige Bezahlung; soziale Gerechtigkeit bleibe ein Kernprinzip.","documented_positions":"Er fordert unter anderem europäische Maßnahmen gegen Steuervermeidung und Steuerflucht, ein Ende des steuerlichen Unterbietungswettbewerbs sowie Schutz von Arbeitnehmerrechten und Mitbestimmung.","institutional_context":"Langjährige Funktionen in SPD und europäischer Sozialdemokratie erklären die politische Plattform, sind für sich genommen aber kein Beleg einzelner Positionen.","editorial_inference":"Die Forderungen nach Umverteilung, fairen Löhnen, Steuerkoordination und Regulierung von Finanzrisiken sprechen klar für eine staats- und umverteilungsorientierte Wirtschaftspolitik; die Unterstützung eines wettbewerbsfähigen Binnenmarkts begrenzt die Einordnung am linken Skalenende."},{"dimension":"society","assessable":true,"estimate":-3,"uncertainty_min":-4,"uncertainty_max":-1,"confidence":"medium","self_description":"Schulz nennt Gerechtigkeit, Respekt und Toleranz als wesentliche Elemente seiner politischen Arbeit.","documented_positions":"Er unterscheidet Flucht von Einwanderung, bejaht Unterstützung für Schutzsuchende und wendet sich gegen pauschale Hetze. 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Oktober 2014 – Rede von Martin Schulz","publisher":"Europäisches Parlament","date":"2014-10-03","statement":"Schulz befürwortet humanitären Flüchtlingsschutz, legale Migrationswege und faire europäische Verantwortungsteilung, zugleich Regeln, Begrenzungen und Prioritäten.","dimensions":["society"],"supports_identity":true,"supports_party_affiliation":false},{"url":"https://www.spd.de/aktuelles/detail/news/abruesten-statt-wettruesten/24/05/2017/","title":"Abrüsten statt Wettrüsten","publisher":"SPD","date":"2017-05-24","statement":"Schulz fordert eine neue Sicherheitsarchitektur und europäisches Engagement für Frieden und Abrüstung statt eines Rüstungswettlaufs.","dimensions":["foreign"],"supports_identity":true,"supports_party_affiliation":false},{"url":"https://www.spd.de/service/pressemitteilungen/detail/news/rede-von-martin-schulz-parteivorsitzender-auf-dem-ausserordentlichen-parteitag-der-spd-am-25-juni-2017-in-dortmund/25/06/2017","title":"Rede von Martin Schulz auf dem außerordentlichen SPD-Parteitag in Dortmund","publisher":"SPD","date":"2017-06-25","statement":"Schulz verlangt mehr Mittel für die Bundeswehr, lehnt aber eine Aufrüstung zur größten Armee Europas und Trumps Aufrüstungslogik ab.","dimensions":["foreign"],"supports_identity":true,"supports_party_affiliation":false},{"url":"https://www.fes.de/news/martin-schulz-zum-vorsitzenden-der-friedrich-ebert-stiftung-wiedergewaehlt-anke-rehlinger-ist-neue-stellvertreterin","title":"Martin Schulz zum Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung wiedergewählt","publisher":"Friedrich-Ebert-Stiftung","date":"2024-12-16","statement":"Die Friedrich-Ebert-Stiftung dokumentiert die Wiederwahl von Martin Schulz zum Vorsitzenden für eine weitere zweijährige Amtszeit.","dimensions":[],"supports_identity":true,"supports_party_affiliation":false}]}