Person
Christina Weiss
Erfasst mit GPT-5.6 TerraLetztes Update
Die Einordnung stützt sich fast ausschließlich auf Kultur- und Medienpolitik. Sie ist keine allgemeine Links-rechts-Zuordnung: Weiss befürwortete öffentliche Kulturförderung und den Erhalt kultureller Vielfalt, verband dies aber auch mit Autonomie von Institutionen und privaten Geldgebern. Für gesellschafts- oder außen-/sicherheitspolitische Grundsatzfragen ist die Quellenlage begrenzt beziehungsweise nicht ausreichend.
Wirtschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine explizite Selbstverortung auf der allgemeinen wirtschaftspolitischen Skala gefunden. Weiss beschrieb ihr eigenes politisches Engagement als Einsatz für Spielräume der Künste.
- Belegte Positionen
- Sie wandte sich gegen Kürzungen kultureller Spielräume, plädierte für den Erhalt einer breiten kulturellen Infrastruktur und unterstützte eine Aufstockung der Bundesmittel für die Kulturstiftung. Zugleich erkannte sie private Geldgeber und institutionelle Eigenständigkeit als bedeutsam an.
- Institutionelles Umfeld
- Als Hamburger Kultursenatorin und Kulturstaatsministerin verantwortete sie Kulturpolitik, nicht die allgemeine Wirtschafts- oder Sozialpolitik. Daher ist die Evidenz auf den Bereich öffentlicher Kulturfinanzierung begrenzt.
- Redaktionelle Ableitung
- Die Präferenz für öffentliche Förderung und den Schutz wenig marktfähiger Kulturangebote spricht in diesem Teilbereich leicht für staatsorientierte Positionen. Wegen ihrer Offenheit für private Finanzierung und Autonomie sowie fehlender Aussagen zu Steuer-, Arbeits- oder Sozialpolitik bleibt die Schätzung breit und niedrig sicher.
Gesellschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine ausdrückliche Einordnung auf der gesellschaftspolitischen Skala gefunden. Weiss betonte als politische Aufgabe, künstlerische Spielräume zu sichern.
- Belegte Positionen
- Sie war zusätzlich Hamburger Senatorin für Gleichstellung. Später kritisierte sie einseitig mit langjährig etablierten Männern besetzte Beratungsgremien und warb für zusätzliche Stimmen sowie Offenheit für Weiterentwicklung.
- Institutionelles Umfeld
- Die Zuständigkeit für Gleichstellung ist ein institutioneller Hinweis, aber kein eigenständiger Nachweis konkreter gesellschaftspolitischer Positionen. Die belegten Aussagen betreffen vor allem Kultur, Repräsentation und Gremienbesetzung.
- Redaktionelle Ableitung
- Die dokumentierte Betonung pluraler Stimmen, künstlerischer Freiheit und Kritik an exklusiven Gremien legt eine leicht progressiv-libertäre Tendenz nahe. Da Positionen etwa zu Familie, Migration, Religion, innerer Sicherheit oder Bürgerrechten fehlen, ist die Bewertung nur eingeschränkt belastbar.
Außenpolitik
Für diese Dimension reichen die belegten Positionen nicht für einen Schätzwert aus. Daher werden weder Punktwert noch Unsicherheitsband angezeigt.
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine Selbstbeschreibung zu Pazifismus, militärischer Bündnispolitik oder Interventionen gefunden.
- Belegte Positionen
- Belegt ist lediglich ihr Interesse an einer stärkeren Zusammenarbeit von innerstaatlicher und auswärtiger Kulturpolitik; dies ist keine Position zu Sicherheits-, Bündnis- oder Militäreinsätzen.
- Institutionelles Umfeld
- Das Amt der Kulturstaatsministerin berührte auswärtige Kulturpolitik. Daraus lässt sich keine Haltung auf der Skala pazifistisch/antiinterventionistisch bis bündnis-/militärorientiert ableiten.
- Redaktionelle Ableitung
- Nicht bewertbar: Es liegen keine hinreichenden öffentlichen Aussagen von Weiss zu Verteidigung, Militärbündnissen, Rüstung oder militärischen Interventionen vor.
Erfasste Auftritte
Auftritte pro Jahr
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Redaktionelle Schätzung
Ähnlich eingeordnete Personen
Nähe bedeutet hier nur, dass die redaktionellen Schätzwerte ähnlich liegen. Sie sagt nichts über Kontakte, Zusammenarbeit oder tatsächliche Übereinstimmung zwischen den Personen aus.
| # | Person | Wirt. | Ges. | Außen | Abstand | Belastbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Christina Weiss | -1.0 | -1.0 | – | – | eigene Werte | |
| 1 | Lars Klingbeil (SPD)ohne Außenpolitik | -1.0 | -1.0 | +2.0 | 1.6Punkte 0.0 | Niedrig |
| 2 | Manuela Schwesig (SPD)ohne Außenpolitik | -1.5 | -1.5 | +2.5 | 1.6Punkte 0.5 | Niedrig |
| 3 | Margarete van Ackerenohne Außenpolitik | -1.0 | -1.0 | +3.5 | 1.6Punkte 0.0 | Niedrig |
| 4 | Stephan Lambyohne Außenpolitik | -1.0 | -1.5 | +1.5 | 1.6Punkte 0.2 | Niedrig |
| 5 | Carsten Brzeskiohne Außenpolitik | -1.2 | -0.8 | +2.7 | 1.6Punkte 0.2 | Niedrig |
| 6 | Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen)ohne Außenpolitik | -1.0 | -1.0 | +3.0 | 1.6Punkte 0.0 | Niedrig |
| 7 | Heiner Wilmerohne Außenpolitik | -1.0 | -1.5 | – | 1.6Punkte 0.2 | Niedrig |
| 8 | Ralph Bollmannohne Außenpolitik | -1.0 | -1.5 | +1.0 | 1.7Punkte 0.2 | Niedrig |
So wird der Abstand berechnet
Jeder Schätzwert wird als Wahrscheinlichkeitsverteilung über sein Unsicherheitsintervall verstanden. Der Abstand zweier Personen in einer Dimension ist der erwartete Betrag der Differenz zweier zufällig daraus gezogener Werte, gemessen in Skalenpunkten. Bei exakten Werten ist das der einfache Abstand der Punktwerte („Punkte“ in der Tabelle); je breiter die Unsicherheit, desto größer der erwartete Abstand. Zwei vage Einordnungen erscheinen deshalb nie näher als zwei präzise.
Der Gesamtabstand ist der Mittelwert über die drei Dimensionen. Verglichen werden nur Personen mit Schätzwerten in mindestens zwei gemeinsamen Dimensionen; für eine fehlende Dimension wird der durchschnittliche Abstand zweier beliebiger eingeordneter Personen angesetzt, damit fehlende Werte keine Nähe vortäuschen. Gezeigt werden höchstens 8 Personen mit einem Abstand von höchstens 1.75. Die Belastbarkeit entspricht der schwächsten beteiligten Sicherheitsstufe; bei nur zwei vergleichbaren Dimensionen ist sie höchstens mittel.
Belege und weitere Daten
Quellen der politischen Einordnung 7
- Hamburger Kultursenatorinnen und -senatoren seit 1945 · Freie und Hansestadt Hamburg
Das Archiv führt Dr. Christina Weiss für 1991–2001 als Kultursenatorin und kennzeichnet sie als parteilos.
- Vita · Christina Weiss
Eigene Vita: geboren am 24. Dezember 1953; 1991–2001 Kultursenatorin Hamburgs, 2002–2005 Kulturstaatsministerin und BKM-Beauftragte.
- Wachgeküsst – 20 Jahre neue Kulturpolitik des Bundes 1998–2018 · Deutscher Kulturrat
Weiss erklärte, sie sei parteilos für die SPD tätig gewesen und nicht in die Partei eingetreten; sie nannte den Einsatz für künstlerische Spielräume ihr Motiv.
- Plenarprotokoll 15/13 des Deutschen Bundestages · Deutscher Bundestag · 04.12.2002
Weiss unterstützte die Verdopplung der Bundesmittel für die Kulturstiftung auf 25,6 Millionen Euro und den Ausbau zentraler Kulturvorhaben.
- Die Breite des Angebots erhalten · die tageszeitung · 23.03.1996
Weiss wandte sich gegen das Abschneiden kultureller Spielräume und wollte möglichst viele Kulturinstitutionen erhalten.
- Interview mit Staatsministerin Christina Weiss · neue musikzeitung · 31.01.2003
Weiss hielt die strikte Trennung von innerstaatlicher und auswärtiger Kulturpolitik für nicht zeitgemäß und warb für partnerschaftliche Kooperation.
- Ehemalige Kulturstaatsministerin Christina Weiss – „Als Wählerin fühle ich mich nicht ernst genommen“ · Deutschlandfunk Kultur · 18.09.2017
Weiss kritisierte überwiegend mit langjährig etablierten Männern besetzte Beratungsgremien und verlangte weitere Stimmen und Weiterentwicklung.
Belegte Zugehörigkeiten 0
| Organisation | Funktion | Zeitraum | Quelle |
|---|---|---|---|
| Keine belegten Zugehörigkeiten. | |||
Alle erfassten Auftritte 10
Unveränderte LLM-Antwort
Maschinell erzeugte Rohausgabe, unverändert veröffentlicht und nicht gleichbedeutend mit einer redaktionellen Bestätigung.
{"gender":"female","birth_year":1953,"party_affiliation":null,"party_membership_status":"no_public_membership","short_description":"Christina Weiss ist eine deutsche Publizistin und Kulturpolitikerin. Sie war 1991–2001 Hamburger Kultursenatorin und 2002–2005 Staatsministerin beim Bundeskanzler sowie Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.","political_short_label":"Parteilos; kulturpolitisch eher staatsfördernd und kunstfreiheitsorientiert, gesellschaftlich eher offen (redaktionelle Schätzung, niedrige Sicherheit).","overall_assessment":"Die Einordnung stützt sich fast ausschließlich auf Kultur- und Medienpolitik. Sie ist keine allgemeine Links-rechts-Zuordnung: Weiss befürwortete öffentliche Kulturförderung und den Erhalt kultureller Vielfalt, verband dies aber auch mit Autonomie von Institutionen und privaten Geldgebern. Für gesellschafts- oder außen-/sicherheitspolitische Grundsatzfragen ist die Quellenlage begrenzt beziehungsweise nicht ausreichend.","dimensions":[{"dimension":"economy","assessable":true,"estimate":-1.0,"uncertainty_min":-3.0,"uncertainty_max":1.0,"confidence":"low","self_description":"Keine explizite Selbstverortung auf der allgemeinen wirtschaftspolitischen Skala gefunden. Weiss beschrieb ihr eigenes politisches Engagement als Einsatz für Spielräume der Künste.","documented_positions":"Sie wandte sich gegen Kürzungen kultureller Spielräume, plädierte für den Erhalt einer breiten kulturellen Infrastruktur und unterstützte eine Aufstockung der Bundesmittel für die Kulturstiftung. Zugleich erkannte sie private Geldgeber und institutionelle Eigenständigkeit als bedeutsam an.","institutional_context":"Als Hamburger Kultursenatorin und Kulturstaatsministerin verantwortete sie Kulturpolitik, nicht die allgemeine Wirtschafts- oder Sozialpolitik. Daher ist die Evidenz auf den Bereich öffentlicher Kulturfinanzierung begrenzt.","editorial_inference":"Die Präferenz für öffentliche Förderung und den Schutz wenig marktfähiger Kulturangebote spricht in diesem Teilbereich leicht für staatsorientierte Positionen. Wegen ihrer Offenheit für private Finanzierung und Autonomie sowie fehlender Aussagen zu Steuer-, Arbeits- oder Sozialpolitik bleibt die Schätzung breit und niedrig sicher."},{"dimension":"society","assessable":true,"estimate":-1.0,"uncertainty_min":-3.0,"uncertainty_max":1.5,"confidence":"low","self_description":"Keine ausdrückliche Einordnung auf der gesellschaftspolitischen Skala gefunden. Weiss betonte als politische Aufgabe, künstlerische Spielräume zu sichern.","documented_positions":"Sie war zusätzlich Hamburger Senatorin für Gleichstellung. 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