Person
Almut Möller
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Redaktionelle Schätzung auf Basis eigener öffentlicher Aussagen und eines von ihr maßgeblich betreuten SPD-Papiers. Die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Einordnung ist wegen überwiegend europapolitischer sowie teils kollektiver Quellen vorsichtiger; die außenpolitische Einordnung ist durch mehrere aktuelle eigene Beiträge besser belegt.
Wirtschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine ausdrückliche Selbstverortung auf der wirtschaftspolitischen Skala gefunden.
- Belegte Positionen
- Ein SPD-Positionspapier, für dessen maßgebliche inhaltliche Federführung Möller im Vorwort gedankt wird, fordert unter anderem Vorrang sozialer Grundrechte vor Wettbewerbsregeln, die Eindämmung von Steuerwettbewerb sowie einen Eurozonenhaushalt einschließlich möglicher Finanztransaktionssteuer.
- Institutionelles Umfeld
- Die Quelle ist ein kollektives Papier der SPD-Grundwertekommission aus dem Jahr 2012, keine alleinige persönliche Programmschrift. Ihre Mitarbeit ist jedoch ausdrücklich hervorgehoben.
- Redaktionelle Ableitung
- Die Betonung sozialer Rechte, öffentlicher Einnahmen, europäischer Investitionen und Begrenzung von Steuerwettbewerb spricht für eine klar staats- und umverteilungsorientierte, aber nicht maximalistische wirtschaftspolitische Tendenz.
Gesellschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine formale gesellschaftspolitische Selbstverortung gefunden. Möller beschreibt einen legitimen Korridor zwischen liberalen und konservativen Überzeugungen, zieht aber eine Grenze bei Demokratie- und Rechtsstaatsabbau.
- Belegte Positionen
- 2017 kritisierte sie EU-Mitgliedstaaten, die sich von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit entfernten, und betonte das Zusammenleben unterschiedlicher Lebensentwürfe. 2025 verlangte sie zudem ein europäisches Bekenntnis zu Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit.
- Institutionelles Umfeld
- Ihre Tätigkeit in der SPD-Grundwertekommission und ihre europapolitische Arbeit liefern Kontext, ersetzen aber keine eigenständige Position zu einzelnen gesellschaftspolitischen Konfliktfeldern.
- Redaktionelle Ableitung
- Die wiederholte Verteidigung liberaler Demokratie, von Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und pluralen Lebensentwürfen begründet eine moderat progressive/libertäre Einordnung; die Evidenz zu konkreter Innen- und Gesellschaftspolitik bleibt begrenzt.
Außenpolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine formale Skalen-Selbstbeschreibung. Möller fordert aber ein starkes, handlungsfähiges Europa, das Sicherheit, Verteidigung und internationale Kooperation gemeinsam organisiert.
- Belegte Positionen
- Sie bezeichnete Sicherheits- und Verteidigungspolitik als entscheidend und forderte europäische Eigenständigkeit. 2024 verlangte sie ein deutlich stärkeres sicherheitspolitisches Engagement der EU; 2025 schrieb sie, Europa müsse seine politische und sicherheitliche Architektur neu aufbauen. Zugleich betont sie Multilateralismus, Diplomatie und Rüstungskontrolle.
- Institutionelles Umfeld
- Ihre EPC-Funktion sowie ihre Mitgliedschaft in einer Beratungsgruppe des Bundesverteidigungsministers markieren ihre fachliche Einbindung im Sicherheitsbereich, sind für sich genommen aber kein Positionsbeleg.
- Redaktionelle Ableitung
- Die Quellen sprechen für eine merklich bündnis- und verteidigungsorientierte Haltung mit Fokus auf europäische Handlungsfähigkeit. Die gleichzeitige Präferenz für Diplomatie, Völkerrecht und Rüstungskontrolle begrenzt die Einordnung deutlich unterhalb einer stark interventionistischen Position.
Erfasste Auftritte
Auftritte pro Jahr
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Redaktionelle Schätzung
Ähnlich eingeordnete Personen
Nähe bedeutet hier nur, dass die redaktionellen Schätzwerte ähnlich liegen. Sie sagt nichts über Kontakte, Zusammenarbeit oder tatsächliche Übereinstimmung zwischen den Personen aus.
| # | Person | Wirt. | Ges. | Außen | Abstand | Belastbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Almut Möller | -2.5 | -2.0 | +2.5 | – | eigene Werte | |
| 1 | Manuela Schwesig (SPD) | -1.5 | -1.5 | +2.5 | 0.9Punkte 0.5 | Niedrig |
| 2 | Andreas Bovenschulte (SPD) | -3.0 | -2.0 | +3.0 | 0.9Punkte 0.3 | Niedrig |
| 3 | Michael Roth (SPD) | -2.0 | -2.5 | +2.5 | 0.9Punkte 0.3 | Mittel |
| 4 | Ulrike Winkelmann | -3.0 | -2.0 | +2.0 | 1.0Punkte 0.3 | Mittel |
| 5 | Falko Droßmann (SPD) | -1.5 | -1.5 | +2.5 | 1.0Punkte 0.5 | Niedrig |
| 6 | Sara Nanni (Bündnis 90/Die Grünen) | -1.5 | -2.5 | +2.0 | 1.0Punkte 0.7 | Niedrig |
| 7 | Olaf Scholz (SPD) | -2.0 | -1.5 | +3.5 | 1.0Punkte 0.7 | Mittel |
| 8 | Andreas Audretsch (Bündnis 90/Die Grünen) | -3.0 | -3.0 | +3.0 | 1.0Punkte 0.7 | Mittel |
So wird der Abstand berechnet
Jeder Schätzwert wird als Wahrscheinlichkeitsverteilung über sein Unsicherheitsintervall verstanden. Der Abstand zweier Personen in einer Dimension ist der erwartete Betrag der Differenz zweier zufällig daraus gezogener Werte, gemessen in Skalenpunkten. Bei exakten Werten ist das der einfache Abstand der Punktwerte („Punkte“ in der Tabelle); je breiter die Unsicherheit, desto größer der erwartete Abstand. Zwei vage Einordnungen erscheinen deshalb nie näher als zwei präzise.
Der Gesamtabstand ist der Mittelwert über die drei Dimensionen. Verglichen werden nur Personen mit Schätzwerten in mindestens zwei gemeinsamen Dimensionen; für eine fehlende Dimension wird der durchschnittliche Abstand zweier beliebiger eingeordneter Personen angesetzt, damit fehlende Werte keine Nähe vortäuschen. Gezeigt werden höchstens 8 Personen mit einem Abstand von höchstens 1.75. Die Belastbarkeit entspricht der schwächsten beteiligten Sicherheitsstufe; bei nur zwei vergleichbaren Dimensionen ist sie höchstens mittel.
Belege und weitere Daten
Quellen der politischen Einordnung 8
- Almut Möller · European Policy Centre
Das EPC führt sie seit Juli 2024 als Direktorin für europäische und globale Angelegenheiten und frühere Hamburger Staatsrätin.
- Hamburg – Mitglieder der Europaministerkonferenz · Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung
Die Mitgliederseite der Europaministerkonferenz führt „Almut Möller, SPD“ als Hamburgs Bevollmächtigte.
- Europa wartet auf Berlin · Deutschlandfunk Kultur · 09.12.2017
Die Redaktion bezeichnet Möller als 1977 in Ahaus geborene Politikwissenschaftlerin.
- Europa muss sozial und demokratisch werden · SPD-Grundwertekommission
Das Vorwort nennt Möller als maßgeblich inhaltlich federführend; das Papier fordert soziale Grundrechte vor Wettbewerbsregeln und Begrenzung von Steuerwettbewerb.
- The emperor has no clothes: What Europe did next · European Policy Centre · 17.12.2025
Möller fordert einen europäischen Sicherheitsrahmen mit Demokratie, Menschenrechten, Multilateralismus, gemeinschaftlichen Institutionen und Technologieinvestitionen.
- Europe as a bystander? · European Policy Centre · 26.06.2025
Möller befürwortet Diplomatie und Rüstungskontrolle, hält diese aber ohne ausreichende europäische Einflussmacht für zu schwach.
- A new European architecture · European Policy Centre · 25.02.2025
Ihre Autorin fordert, Europas politische und sicherheitliche Architektur neu aufzubauen.
- Former State Secretary of Hamburg, Almut Möller joins the EPC · European Policy Centre · 01.07.2024
Möller nennt eine starke, wohlhabende und demokratische EU ihr Ziel und verlangt ein deutlich stärkeres sicherheitspolitisches Engagement.
Alle erfassten Auftritte 5
Unveränderte LLM-Antwort
Maschinell erzeugte Rohausgabe, unverändert veröffentlicht und nicht gleichbedeutend mit einer redaktionellen Bestätigung.
{"gender":"female","birth_year":1977,"party_affiliation":"SPD","party_membership_status":"member","party_membership_note":"Die amtliche Mitgliederseite der Europaministerkonferenz führte sie als „Almut Möller, SPD“. Die SPD führt sie zudem aktuell in ihrer Grundwertekommission. Keine öffentliche Quelle zur Ruhendstellung oder Beendigung der Mitgliedschaft gefunden.","short_description":"Deutsche Politikwissenschaftlerin; 2019–2024 Staatsrätin und Bevollmächtigte Hamburgs beim Bund, der EU und für auswärtige Angelegenheiten; seit Juli 2024 Direktorin für europäische und globale Angelegenheiten beim European Policy Centre.","political_short_label":"Sozialdemokratisch; proeuropäisch, sozialstaatlich und liberal-demokratisch; außen- und sicherheitspolitisch kooperations- sowie verteidigungsorientiert.","overall_assessment":"Redaktionelle Schätzung auf Basis eigener öffentlicher Aussagen und eines von ihr maßgeblich betreuten SPD-Papiers. Die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Einordnung ist wegen überwiegend europapolitischer sowie teils kollektiver Quellen vorsichtiger; die außenpolitische Einordnung ist durch mehrere aktuelle eigene Beiträge besser belegt.","dimensions":[{"dimension":"economy","assessable":true,"estimate":-2.5,"uncertainty_min":-4,"uncertainty_max":-1,"confidence":"medium","self_description":"Keine ausdrückliche Selbstverortung auf der wirtschaftspolitischen Skala gefunden.","documented_positions":"Ein SPD-Positionspapier, für dessen maßgebliche inhaltliche Federführung Möller im Vorwort gedankt wird, fordert unter anderem Vorrang sozialer Grundrechte vor Wettbewerbsregeln, die Eindämmung von Steuerwettbewerb sowie einen Eurozonenhaushalt einschließlich möglicher Finanztransaktionssteuer.","institutional_context":"Die Quelle ist ein kollektives Papier der SPD-Grundwertekommission aus dem Jahr 2012, keine alleinige persönliche Programmschrift. 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