Person
Frauke Brosius-Gersdorf
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Redaktionelle Schätzung auf Basis öffentlicher Fachbeiträge und Stellungnahmen: Brosius-Gersdorf beschreibt ihr Gesamtprofil selbst als „demokratische Mitte“. Ihre belegten Positionen sprechen besonders für progressive Gleichstellungs-, Religionsfreiheits- und Selbstbestimmungspositionen. In der Wirtschafts- und Sozialpolitik verbinden sich Umverteilungs- und Solidaritätsargumente mit Eigenverantwortungsargumenten. Eine außenpolitische Einordnung ist nicht belastbar möglich.
Wirtschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine spezifische wirtschaftspolitische Selbstbeschreibung gefunden. Brosius-Gersdorf ordnet ihre wissenschaftlichen Positionen insgesamt der „demokratischen Mitte“ zu.
- Belegte Positionen
- Sie veröffentlichte Beiträge mit den Titeln „Weg mit dem Ehegattensplitting“ sowie „Grundsicherung reicht nicht – mehr Umverteilung“. Zugleich argumentierte sie für eine begrenzte Kostenbeteiligung nicht gegen COVID-19 Geimpfter und stellte dabei Eigenverantwortung neben das Solidarprinzip. Ein Gutachten bewertete ein weitreichendes Opt-out aus der gesetzlichen Rentenversicherung mit Blick auf Solidarität und Finanzstabilität kritisch.
- Institutionelles Umfeld
- Ihre Professur und Forschung liegen unter anderem im Sozial-, Sozialversicherungs- und öffentlichen Wirtschaftsrecht. Dieses akademische Umfeld ist für sich genommen kein Beleg einer politischen Position.
- Redaktionelle Ableitung
- Die Kombination aus Umverteilungs- und Solidaritätsargumenten deutet moderat staats- beziehungsweise umverteilungsorientiert. Die Betonung von Eigenverantwortung und die Prüfung privater Vorsorgeoptionen begrenzen die Einordnung deutlich; daher nur moderat negativer Wert und relativ breites Intervall.
Gesellschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Sie beschreibt ihre wissenschaftlichen Positionen in der Breite als „demokratische Mitte“ und weist die Etikettierung als „ultralinks“ oder „linksradikal“ zurück.
- Belegte Positionen
- Sie hielt eine Regelung für verfassungsrechtlich zulässig, nach der ein Schwangerschaftsabbruch bis zum Ende der zwölften Woche nach Empfängnis unter Beratung rechtmäßig wäre. Sie verteidigte gesetzliche Paritätsregelungen als jedenfalls verfassungsrechtlich begründbar und bezeichnete Quoten zur Gleichstellung als weiterhin nötig. Mitautorisiert argumentierte sie gegen ein generelles Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen. Demgegenüber befürwortete sie während der COVID-19-Pandemie eine allgemeine Impfpflicht als verfassungsgemäß und möglicherweise staatlich geboten.
- Institutionelles Umfeld
- Sie war 2023/24 stellvertretende Koordinatorin einer von der Bundesregierung eingesetzten Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin. Die Berufung in dieses Fachgremium belegt Expertise und Tätigkeit, nicht aber eine Parteibindung.
- Redaktionelle Ableitung
- Die belegten Positionen zu reproduktiver Selbstbestimmung, Geschlechtergleichstellung und Religionsfreiheit sprechen deutlich für eine progressive/libertäre Tendenz. Die Befürwortung einer allgemeinen Impfpflicht ist ein autoritätsorientiertes Gegenindiz in einer konkreten Pandemiefrage; deshalb kein extremer Wert.
Außenpolitik
Für diese Dimension reichen die belegten Positionen nicht für einen Schätzwert aus. Daher werden weder Punktwert noch Unsicherheitsband angezeigt.
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine spezifische außen- oder sicherheitspolitische Selbstbeschreibung in den geprüften Quellen gefunden.
- Belegte Positionen
- Keine hinreichend belastbaren öffentlichen Aussagen zu Bündnispolitik, Militäreinsätzen, Rüstung, Krieg oder internationaler Sicherheitsordnung festgestellt.
- Institutionelles Umfeld
- Ihre öffentlich dokumentierten Schwerpunkte liegen im Verfassungs-, Sozial-, Gesundheits-, Familien-, Gleichstellungs- und Bildungsrecht. Dies erlaubt keine außenpolitische Zuordnung.
- Redaktionelle Ableitung
- Ohne belastbare Aussagen wird kein Skalenwert vergeben.
Erfasste Auftritte
Auftritte pro Jahr
Gezählt werden alle erfassten Auftritte nach dem Sendedatum der Episode. 2026 läuft noch und ist deshalb heller dargestellt. Ein Klick auf ein Jahr zeigt die Auftritte dieses Jahres.
Redaktionelle Schätzung
Ähnlich eingeordnete Personen
Nähe bedeutet hier nur, dass die redaktionellen Schätzwerte ähnlich liegen. Sie sagt nichts über Kontakte, Zusammenarbeit oder tatsächliche Übereinstimmung zwischen den Personen aus.
| # | Person | Wirt. | Ges. | Außen | Abstand | Belastbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Frauke Brosius-Gersdorf | -1.0 | -2.5 | – | – | eigene Werte | |
| 1 | Irene Mihalic (Bündnis 90/Die Grünen)ohne Außenpolitik | -1.0 | -2.5 | – | 1.5Punkte 0.0 | Niedrig |
| 2 | Franziska Brantner (Bündnis 90/Die Grünen)ohne Außenpolitik | -1.0 | -3.0 | +3.0 | 1.5Punkte 0.2 | Mittel |
| 3 | Klaus Müllerohne Außenpolitik | -1.0 | -2.0 | – | 1.5Punkte 0.2 | Niedrig |
| 4 | Ulrich Khuonohne Außenpolitik | -1.0 | -2.0 | +2.5 | 1.5Punkte 0.2 | Niedrig |
| 5 | Sara Nanni (Bündnis 90/Die Grünen)ohne Außenpolitik | -1.5 | -2.5 | +2.0 | 1.5Punkte 0.2 | Niedrig |
| 6 | Alexander Schweitzer (SPD)ohne Außenpolitik | -1.5 | -2.5 | +2.5 | 1.5Punkte 0.2 | Mittel |
| 7 | Bernd Ulrichohne Außenpolitik | -1.5 | -2.5 | +0.5 | 1.5Punkte 0.2 | Niedrig |
| 8 | Daniela Schwarzerohne Außenpolitik | -1.0 | -2.0 | +4.0 | 1.5Punkte 0.2 | Mittel |
So wird der Abstand berechnet
Jeder Schätzwert wird als Wahrscheinlichkeitsverteilung über sein Unsicherheitsintervall verstanden. Der Abstand zweier Personen in einer Dimension ist der erwartete Betrag der Differenz zweier zufällig daraus gezogener Werte, gemessen in Skalenpunkten. Bei exakten Werten ist das der einfache Abstand der Punktwerte („Punkte“ in der Tabelle); je breiter die Unsicherheit, desto größer der erwartete Abstand. Zwei vage Einordnungen erscheinen deshalb nie näher als zwei präzise.
Der Gesamtabstand ist der Mittelwert über die drei Dimensionen. Verglichen werden nur Personen mit Schätzwerten in mindestens zwei gemeinsamen Dimensionen; für eine fehlende Dimension wird der durchschnittliche Abstand zweier beliebiger eingeordneter Personen angesetzt, damit fehlende Werte keine Nähe vortäuschen. Gezeigt werden höchstens 8 Personen mit einem Abstand von höchstens 1.75. Die Belastbarkeit entspricht der schwächsten beteiligten Sicherheitsstufe; bei nur zwei vergleichbaren Dimensionen ist sie höchstens mittel.
Belege und weitere Daten
Quellen der politischen Einordnung 10
- Lebenslauf von Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf, LL.M. (Edinburgh) · Universität Potsdam
Offizieller Lebenslauf: geboren am 15. Juni 1971 in Hamburg; seit Oktober 2021 Lehrstuhlinhaberin in Potsdam.
- Jahresbericht 2021 · Forschungsnetzwerk Alterssicherung der Deutschen Rentenversicherung
Ihr Gutachten bewertet ein weitreichendes Opt-out aus der gesetzlichen Rentenversicherung wegen Solidarität und Finanzstabilität kritisch.
- Schriftenverzeichnis von Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf · Universität Potsdam · 01.09.2025
Das Verzeichnis führt unter ihren Beiträgen „Weg mit dem Ehegattensplitting“ und „Grundsicherung reicht nicht – mehr Umverteilung“.
- Die Erklärung von Frauke Brosius-Gersdorf im Wortlaut · n-tv · 15.07.2025
Ihre Erklärung ordnet ihre Gesamtpositionen der demokratischen Mitte zu und weist die Etiketten ultralinks sowie linksradikal zurück.
- Mehr Eigenverantwortung in der GKV: Beteiligung Nichtgeimpfter an den Kosten ihrer Covid-19-Behandlung · Gesundheitsrecht.blog · 20.02.2023
Sie erörtert eine angemessene Kostenbeteiligung nicht geimpfter Versicherter unter Verweis auf Eigenverantwortung und Solidarität.
- Das Grundgesetz gilt auch in Thüringen · Der Tagesspiegel · 20.07.2020
Brosius-Gersdorf bezeichnet Quoten zur Gleichstellung als weiterhin unverzichtbar und fordert flankierende Gleichstellungsmaßnahmen.
- Anlagenkonvolut zum Stenografischen Protokoll der 133. Sitzung des Rechtsausschusses · Deutscher Bundestag · 10.02.2025
Eigene Stellungnahme: Bis Ende der zwölften Woche nach Empfängnis rechtmäßig unter Beratung; danach grundsätzlich strafbar.
- Berufen – Die Juristin Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf berät die Bundesregierung zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin · Universität Potsdam · 03.04.2023
Die Universität bezeichnet sie als Professorin für Öffentliches Recht und Mitglied der Regierungskommission 2023/24.
- Allgemeine Impfpflicht gegen COVID-19-Virus verstößt nicht gegen die Verfassung · Universität Potsdam · 01.12.2021
Gemeinsamer Beitrag: Eine allgemeine COVID-19-Impfpflicht sei verfassungsgemäß; die staatliche Schutzpflicht könne sie sogar erfordern.
- Fehlverständnis des Neutralitätsgebots für den Staat · Verfassungsblog · 03.03.2020
Mitautorinnenbeitrag: Das Neutralitätsgebot rechtfertige kein generelles Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen.
Belegte Zugehörigkeiten 0
| Organisation | Funktion | Zeitraum | Quelle |
|---|---|---|---|
| Keine belegten Zugehörigkeiten. | |||
Alle erfassten Auftritte 5
| Datum | Sendung | Episode | Rolle | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| 26.08.2026 | Markus Lanz | Markus Lanz vom 25. August 2026 | Gast | Originalsendung |
| 25.06.2026 | die diskussion | 75 Jahre Bundesverfassungsgericht - Verfassung im Wandel schützen | Gast | Originalsendung |
| 27.11.2025 | Markus Lanz | Markus Lanz vom 27. November 2025 | Gast | Originalsendung |
| 16.10.2025 | Markus Lanz | Markus Lanz vom 16. Oktober 2025 | Gast | Originalsendung |
| 30.09.2025 | Politik mit Anne Will | Wird der Rechtsstaat zur Kampfzone? Mit Frauke Brosius-Gersdorf | Gast | Originalsendung |
Unveränderte LLM-Antwort
Maschinell erzeugte Rohausgabe, unverändert veröffentlicht und nicht gleichbedeutend mit einer redaktionellen Bestätigung.
{"gender":"female","birth_year":1971,"party_affiliation":null,"party_membership_status":"no_public_membership","party_membership_note":"In den geprüften öffentlich zugänglichen Quellen findet sich kein direkter Beleg für eine Parteimitgliedschaft. Die Nominierung durch die SPD für das Bundesverfassungsgericht 2025 belegt keine Mitgliedschaft.","short_description":"Deutsche Rechtswissenschaftlerin und Professorin für Öffentliches Recht, insbesondere Verfassungs- und Sozialrecht, an der Universität Potsdam.","political_short_label":"Gesellschaftspolitisch progressiv; wirtschaftspolitisch sozialstaatlich-gemischt; außenpolitisch nicht einordenbar.","overall_assessment":"Redaktionelle Schätzung auf Basis öffentlicher Fachbeiträge und Stellungnahmen: Brosius-Gersdorf beschreibt ihr Gesamtprofil selbst als „demokratische Mitte“. Ihre belegten Positionen sprechen besonders für progressive Gleichstellungs-, Religionsfreiheits- und Selbstbestimmungspositionen. In der Wirtschafts- und Sozialpolitik verbinden sich Umverteilungs- und Solidaritätsargumente mit Eigenverantwortungsargumenten. Eine außenpolitische Einordnung ist nicht belastbar möglich.","dimensions":[{"dimension":"economy","assessable":true,"estimate":-1,"uncertainty_min":-2.5,"uncertainty_max":0.5,"confidence":"medium","self_description":"Keine spezifische wirtschaftspolitische Selbstbeschreibung gefunden. Brosius-Gersdorf ordnet ihre wissenschaftlichen Positionen insgesamt der „demokratischen Mitte“ zu.","documented_positions":"Sie veröffentlichte Beiträge mit den Titeln „Weg mit dem Ehegattensplitting“ sowie „Grundsicherung reicht nicht – mehr Umverteilung“. Zugleich argumentierte sie für eine begrenzte Kostenbeteiligung nicht gegen COVID-19 Geimpfter und stellte dabei Eigenverantwortung neben das Solidarprinzip. 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