Person · Kompaktansicht
Ulrike Herrmann
Deutsche Wirtschaftsredakteurin und Autorin, Jahrgang 1964; seit 2000 Wirtschaftskorrespondentin der taz.
- Geburtsjahr
- 1964
- Geschlecht
- weiblich
- Erfasste Auftritte
- 50
Redaktionelle Schätzung
Politische Einordnung
Redaktionelle Schätzung, keine Tatsachenbehauptung: Die klarsten und wiederholten öffentlichen Positionen betreffen eine wachstumskritische, stark steuernde Wirtschaftsordnung. Für Gesellschaftspolitik liegen weniger und teils ältere Belege vor. Außen- und sicherheitspolitisch spricht sich Herrmann zuletzt deutlich für europäische Aufrüstung und Abschreckung aus.
Wirtschaftspolitik
-4.0
Hoch sicher
Unsicherheitsbereich
−50+5
staats-/umverteilungsorientiertmarktliberal
Unsicherheitsbereich -5.0 bis -3.0
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Herrmann bezeichnet „grünes Wachstum“ als Illusion und argumentiert, der Kapitalismus müsse wegen seines Wachstumszwangs überwunden werden.
- Belegte Positionen
- Sie schlägt vor, Wirtschaftsleistung deutlich zu reduzieren und eine „demokratische, private Planwirtschaft“ mit staatlichen Produktionsvorgaben sowie Rationierung einzuführen; Unternehmen sollten dabei privat bleiben.
- Institutionelles Umfeld
- Ihre Tätigkeit als Wirtschaftsredakteurin der taz ist lediglich beruflicher Kontext und kein eigenständiger Beleg für eine politische Position.
- Redaktionelle Ableitung
- Die Präferenz für verbindliche staatliche Produktionssteuerung, Rationierung und Gleichverteilung spricht deutlich für den staats- und umverteilungsorientierten Skalenpol. Die ausdrücklich vorgesehene private Unternehmensstruktur begrenzt die Einordnung gegenüber dem Extremwert.
Gesellschaftspolitik
-2.0
Niedrig sicher
Unsicherheitsbereich
−50+5
progressiv/libertärkonservativ/autoritätsorientiert
Unsicherheitsbereich -4.0 bis +1.0
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Eine allgemeine gesellschaftspolitische Selbstverortung wurde in den geprüften Quellen nicht festgestellt.
- Belegte Positionen
- Herrmann befürwortet das Antidiskriminierungsgesetz als normative Stärkung von Anerkennung und Chancen. Sie bewertet die Integration syrischer Geflüchteter als erreichbar und kritisiert Abschiebungsdrohungen sowie nationalistisch begründete Ausschlussargumente.
- Institutionelles Umfeld
- Die von ihr 2021 erklärte, ruhend gestellte Grünen-Mitgliedschaft ist ein organisatorischer Kontext, aber kein Beleg für einzelne gesellschaftspolitische Positionen.
- Redaktionelle Ableitung
- Die belegten Aussagen zu Diskriminierung und Migration deuten eher progressiv/offen. Weil sie punktuell und überwiegend älter sind sowie keine breite Positionierung etwa zu Bürgerrechten oder Kulturpolitik abdecken, bleibt das Intervall weit.
Außenpolitik
+3.0
Mittel sicher
Unsicherheitsbereich
−50+5
pazifistisch/antiinterventionistischbündnis-/militärorientiert
Unsicherheitsbereich 1.0 bis +4.0
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Herrmann begründet europäische Verteidigungsfähigkeit mit der von ihr angenommenen Bedrohung durch Russland und China.
- Belegte Positionen
- Im Mai 2026 forderte sie gemeinsame EU-Aufrüstung, die Schließung europäischer Waffenlücken und Abschreckung Russlands im NATO-Rahmen. Verhandlungen mit Putin bezeichnete sie als illusorisch.
- Institutionelles Umfeld
- Ihre journalistische Tätigkeit ist kein Beleg für außenpolitische Überzeugungen; maßgeblich sind hier ihre eigenen Interviewaussagen.
- Redaktionelle Ableitung
- Die ausdrückliche Befürwortung gemeinsamer europäischer Aufrüstung, höherer Verteidigungsfähigkeit und Abschreckung spricht für eine bündnis- und militärorientierte Einordnung. Die Aussagen sind defensiv begründet; eine generelle Befürwortung militärischer Interventionen ist nicht belegt.
Belege und weitere Daten
Quellen der politischen Einordnung 6
- Ulrike Herrmann · Kiepenheuer & Witsch
Verlagsbiografie: 1964 in Hamburg geboren, Autorin und seit 2000 Wirtschaftskorrespondentin der taz.
- Ulrike Herrmann über Kapitalismus: „Wir brauchen grünes Schrumpfen“ · taz · 24.10.2022
Sie erklärt grünes Wachstum für illusorisch und plädiert für Wirtschaftsreduktion, staatliche Vorgaben und Rationierung bei fortbestehendem Privateigentum.
- Ulrike Herrmann über Krieg und Ökonomie: „Europa muss fähig sein, sich allein zu verteidigen“ · taz · 05.05.2026
Herrmann fordert gemeinsame EU-Aufrüstung, europäische Verteidigungsfähigkeit gegen Russland und Abschreckung im NATO-Rahmen.
- Medien und Neutralität: Neutralität gibt es nicht · taz · 14.10.2021
Herrmann nennt sich Grünen-Mitglied und erklärt, sie habe beantragt, ihre Mitgliedschaft ruhen zu lassen.
- Debatte Flüchtlinge in Deutschland: Ökonomie als Nationalismus · taz · 07.05.2017
Herrmann beschreibt Migration und Integration als Erfolgsgeschichte und wendet sich gegen Abschiebungsdrohungen sowie ökonomisch begründeten Nationalismus.
- Folgenreiche Symbolpolitik · taz · 08.03.2005
Herrmann hält ein Antidiskriminierungsgesetz für nötig, da es Anerkennung sowie Regeln für Chancen und Verteilung prägt.
Belegte Zugehörigkeiten 1
| Organisation | Funktion | Zeitraum | Quelle |
|---|---|---|---|
| Bündnis 90/Die Grünen (Mitgliedschaft ruhend beantragt; letzter öffentlich belegter Stand: 14.10.2021) | Parteimitgliedschaft | ? – heute | Beleg |
Alle erfassten Auftritte 50
Unveränderte LLM-Antwort
Maschinell erzeugte Rohausgabe, unverändert veröffentlicht und nicht gleichbedeutend mit einer redaktionellen Bestätigung.
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