Person
Mathias Greffrath
Erfasst mit GPT-5.6 TerraLetztes Update
Die belastbarste Evidenz betrifft Wirtschafts- und Sozialpolitik: Greffrath tritt wiederholt für einen gestaltenden Sozialstaat, Umverteilung, Arbeitszeitverkürzung, Gewerkschaften und eine ökosoziale Wirtschaftsordnung ein. Für gesellschaftspolitische Fragen liegen vor allem allgemein-demokratische und freiheitsbezogene Aussagen vor. Seine außenpolitische Einordnung bleibt wegen weniger konkreter Aussagen zu Bündnissen, Rüstung, Interventionen oder Waffenlieferungen unsicher. Alle Skalenwerte sind redaktionelle Schätzungen, keine Tatsachenbehauptungen.
Wirtschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine eindeutige Selbstverortung auf einer Links-rechts- oder wirtschaftspolitischen Skala ermittelt.
- Belegte Positionen
- 2015 erwägt Greffrath einen demokratischen Übergang zu einer globalen sozialen beziehungsweise ökosozialen Marktwirtschaft, mit Arbeitszeitverkürzung, Grundsicherung, weniger Wachstum, starken Gewerkschaften und einem stärker steuernden Staat. 2017 befürwortet er unter anderem eine europäische Arbeitslosenversicherung und höhere Belastungen auch wohlhabender westlicher Mittelschichten. 2006 setzt er gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen auf Arbeitszeitverkürzung, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeit.
- Institutionelles Umfeld
- Ein Attac-Rundbrief führt ihn 2002 im wissenschaftlichen Beirat und als Mitglied der SPD-Grundwertekommission. Dies ist ein politisch-institutioneller Zusammenhang, belegt aber für sich keine Parteimitgliedschaft und ersetzt keine Positionsbelege.
- Redaktionelle Ableitung
- Die wiederholte Präferenz für Umverteilung, Sozialstaat, Gewerkschaftsstärke, Arbeitszeitverkürzung und staatliche Wirtschaftslenkung spricht deutlich für eine staats- und umverteilungsorientierte Position. Die ausdrückliche Bezugnahme auf eine Marktwirtschaft begrenzt die Einordnung am äußersten Skalenrand.
Gesellschaftspolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine eindeutige gesellschaftspolitische Selbstbeschreibung ermittelt.
- Belegte Positionen
- Greffrath beschreibt moderne Demokratie als Verbindung individueller Freiheitsrechte, Volkssouveränität sowie sozialer Gleichheit im Arbeits- und Alltagsleben. In einer Debatte 2017 hebt er politische Gestaltungsmöglichkeiten und sozialen Schutz durch demokratische Institutionen hervor.
- Institutionelles Umfeld
- Die belegte Tätigkeit im Attac-Beirat und in der SPD-Grundwertekommission ist lediglich institutioneller Kontext. Sie wird nicht als Nachweis eigenständiger Positionen zu Migration, Familie, Religion, Geschlechterpolitik oder Strafrecht gewertet.
- Redaktionelle Ableitung
- Die Betonung individueller Freiheit, demokratischer Kontrolle und sozialer Gleichheit spricht begrenzt für eine progressiv-libertäre Tendenz. Da zu zentralen gesellschaftspolitischen Konfliktfeldern kaum belastbare eigene Aussagen vorliegen, bleibt das Intervall weit.
Außenpolitik
Begründung und Herleitung
- Selbstbeschreibung
- Keine außenpolitische Selbstbeschreibung auf der verwendeten Skala ermittelt.
- Belegte Positionen
- 2022 argumentiert Greffrath, Wehrpflicht sei angesichts von Hightech-Armeen keine gute Idee; statt eines Ersatzes für Kriegsdienst plädiert er für ein obligatorisches Sozialjahr als Teil ziviler Bildung. Ältere Texte kritisieren zudem ein interventionistisch verstandenes westliches Politikverständnis und betonen multilaterale Ordnungsvorstellungen.
- Institutionelles Umfeld
- Es liegen keine belastbaren Informationen über eine Funktion in sicherheits-, verteidigungs- oder außenpolitischen Institutionen vor.
- Redaktionelle Ableitung
- Die dokumentierte Präferenz für einen zivilen Bürgerdienst statt Wehrpflicht und die kritische Distanz zu Interventionismus deuten vorsichtig in eine weniger militarisierte Richtung. Konkrete Positionen zu NATO, Abschreckung, Verteidigungsausgaben, Waffenlieferungen oder militärischen Bündnissen sind jedoch nicht hinreichend belegt; daher niedrige Sicherheit und breites Intervall.
Erfasste Auftritte
Auftritte pro Jahr
Gezählt werden alle erfassten Auftritte nach dem Sendedatum der Episode. 2026 läuft noch und ist deshalb heller dargestellt. Ein Klick auf ein Jahr zeigt die Auftritte dieses Jahres.
Redaktionelle Schätzung
Ähnlich eingeordnete Personen
Nähe bedeutet hier nur, dass die redaktionellen Schätzwerte ähnlich liegen. Sie sagt nichts über Kontakte, Zusammenarbeit oder tatsächliche Übereinstimmung zwischen den Personen aus.
| # | Person | Wirt. | Ges. | Außen | Abstand | Belastbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mathias Greffrath | -3.5 | -1.5 | -1.0 | – | eigene Werte | |
| 1 | Philippa Sigl-Glöckner (SPD) | -3.0 | -1.0 | -0.5 | 1.2Punkte 0.5 | Niedrig |
| 2 | Martin Schulz (SPD) | -3.5 | -3.0 | -1.5 | 1.2Punkte 0.7 | Niedrig |
| 3 | Andrea Nahles | -3.5 | -2.0 | +0.0 | 1.3Punkte 0.5 | Niedrig |
| 4 | Stefan Gosepath | -4.0 | -2.0 | -2.0 | 1.3Punkte 0.7 | Niedrig |
| 5 | Dietmar Bartsch | -4.0 | -3.0 | -2.0 | 1.3Punkte 1.0 | Niedrig |
| 6 | Yasmin Fahimi (SPD) | -4.5 | -3.0 | -1.0 | 1.3Punkte 0.8 | Niedrig |
| 7 | Harald Welzer | -3.0 | -3.0 | -2.0 | 1.3Punkte 1.0 | Niedrig |
| 8 | Bodo Ramelow (Die Linke) | -4.0 | -2.5 | -2.5 | 1.3Punkte 1.0 | Niedrig |
So wird der Abstand berechnet
Jeder Schätzwert wird als Wahrscheinlichkeitsverteilung über sein Unsicherheitsintervall verstanden. Der Abstand zweier Personen in einer Dimension ist der erwartete Betrag der Differenz zweier zufällig daraus gezogener Werte, gemessen in Skalenpunkten. Bei exakten Werten ist das der einfache Abstand der Punktwerte („Punkte“ in der Tabelle); je breiter die Unsicherheit, desto größer der erwartete Abstand. Zwei vage Einordnungen erscheinen deshalb nie näher als zwei präzise.
Der Gesamtabstand ist der Mittelwert über die drei Dimensionen. Verglichen werden nur Personen mit Schätzwerten in mindestens zwei gemeinsamen Dimensionen; für eine fehlende Dimension wird der durchschnittliche Abstand zweier beliebiger eingeordneter Personen angesetzt, damit fehlende Werte keine Nähe vortäuschen. Gezeigt werden höchstens 8 Personen mit einem Abstand von höchstens 1.75. Die Belastbarkeit entspricht der schwächsten beteiligten Sicherheitsstufe; bei nur zwei vergleichbaren Dimensionen ist sie höchstens mittel.
Belege und weitere Daten
Quellen der politischen Einordnung 7
- Attac-Rundbrief 3/02 · Attac Deutschland
Der Attac-Rundbrief nennt Greffrath im wissenschaftlichen Beirat als „Mitglied der SPD-Grundwertekommission“.
- Otto Brenner Preis „Spezial“ 2014 · Otto Brenner Stiftung
Die Stiftung führt Mathias Greffrath als 1945 in Bad Harzburg geboren sowie als langjährig tätigen freien Journalisten auf.
- Was nach dem Imperium kommt, ist die große Frage · Blätter für deutsche und internationale Politik
Greffrath nennt europäische Arbeitslosenversicherung und eine stärkere finanzielle Belastung auch wohlhabender westlicher Mittelschichten als notwendige Schritte.
- Wirtschaftspolitik – Warum der Kapitalismus im Prinzip nicht zu retten ist · Deutschlandfunk · 19.04.2015
Greffrath erwägt eine globale soziale, ökosoziale Marktwirtschaft mit Arbeitszeitverkürzung, Grundsicherung, weniger Wachstum, starken Gewerkschaften und gestaltendem Staat.
- Eine Revolution im Denken und Handeln · die tageszeitung · 01.12.2006
Greffrath setzt gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen auf Arbeitszeitverkürzung, Bildung und qualifizierte gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeit.
- Für den Westen sterben · die tageszeitung · 20.12.2001
Greffrath beschreibt moderne Demokratie als Verbindung individueller Freiheitsrechte, Volkssouveränität, Arbeitsrecht, Sozialstaat und Sozialbindung des Eigentums.
- Sondervermögen Demokratie · die tageszeitung · 18.05.2022
Greffrath hält Wehrpflicht für Hightech-Armeen für ungeeignet und bevorzugt ein obligatorisches Sozialjahr als zivile Bildung.
Belegte Zugehörigkeiten 0
| Organisation | Funktion | Zeitraum | Quelle |
|---|---|---|---|
| Keine belegten Zugehörigkeiten. | |||
Alle erfassten Auftritte 20
Unveränderte LLM-Antwort
Maschinell erzeugte Rohausgabe, unverändert veröffentlicht und nicht gleichbedeutend mit einer redaktionellen Bestätigung.
{"gender":"not_recorded","birth_year":1945,"party_affiliation":null,"party_membership_status":"unknown","short_description":"Mathias Greffrath ist ein deutscher Soziologe, Essayist und Journalist, geboren 1945 in Bad Harzburg. Eine Parteimitgliedschaft ist in den herangezogenen Quellen nicht belegt; ein Attac-Rundbrief von 2002 nennt ihn jedoch als Mitglied der SPD-Grundwertekommission.","political_short_label":"Redaktionelle Einordnung: deutlich ökosozial und umverteilungsorientiert; gesellschaftspolitisch moderat freiheits- und demokratieorientiert; außenpolitisch nur schwach in Richtung ziviler statt militärischer Akzentsetzung belegbar.","overall_assessment":"Die belastbarste Evidenz betrifft Wirtschafts- und Sozialpolitik: Greffrath tritt wiederholt für einen gestaltenden Sozialstaat, Umverteilung, Arbeitszeitverkürzung, Gewerkschaften und eine ökosoziale Wirtschaftsordnung ein. Für gesellschaftspolitische Fragen liegen vor allem allgemein-demokratische und freiheitsbezogene Aussagen vor. Seine außenpolitische Einordnung bleibt wegen weniger konkreter Aussagen zu Bündnissen, Rüstung, Interventionen oder Waffenlieferungen unsicher. Alle Skalenwerte sind redaktionelle Schätzungen, keine Tatsachenbehauptungen.","dimensions":[{"dimension":"economy","assessable":true,"estimate":-3.5,"uncertainty_min":-5.0,"uncertainty_max":-2.0,"confidence":"medium","self_description":"Keine eindeutige Selbstverortung auf einer Links-rechts- oder wirtschaftspolitischen Skala ermittelt.","documented_positions":"2015 erwägt Greffrath einen demokratischen Übergang zu einer globalen sozialen beziehungsweise ökosozialen Marktwirtschaft, mit Arbeitszeitverkürzung, Grundsicherung, weniger Wachstum, starken Gewerkschaften und einem stärker steuernden Staat. 2017 befürwortet er unter anderem eine europäische Arbeitslosenversicherung und höhere Belastungen auch wohlhabender westlicher Mittelschichten. 2006 setzt er gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen auf Arbeitszeitverkürzung, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeit.","institutional_context":"Ein Attac-Rundbrief führt ihn 2002 im wissenschaftlichen Beirat und als Mitglied der SPD-Grundwertekommission. Dies ist ein politisch-institutioneller Zusammenhang, belegt aber für sich keine Parteimitgliedschaft und ersetzt keine Positionsbelege.","editorial_inference":"Die wiederholte Präferenz für Umverteilung, Sozialstaat, Gewerkschaftsstärke, Arbeitszeitverkürzung und staatliche Wirtschaftslenkung spricht deutlich für eine staats- und umverteilungsorientierte Position. Die ausdrückliche Bezugnahme auf eine Marktwirtschaft begrenzt die Einordnung am äußersten Skalenrand."},{"dimension":"society","assessable":true,"estimate":-1.5,"uncertainty_min":-3.5,"uncertainty_max":1.0,"confidence":"low","self_description":"Keine eindeutige gesellschaftspolitische Selbstbeschreibung ermittelt.","documented_positions":"Greffrath beschreibt moderne Demokratie als Verbindung individueller Freiheitsrechte, Volkssouveränität sowie sozialer Gleichheit im Arbeits- und Alltagsleben. In einer Debatte 2017 hebt er politische Gestaltungsmöglichkeiten und sozialen Schutz durch demokratische Institutionen hervor.","institutional_context":"Die belegte Tätigkeit im Attac-Beirat und in der SPD-Grundwertekommission ist lediglich institutioneller Kontext. Sie wird nicht als Nachweis eigenständiger Positionen zu Migration, Familie, Religion, Geschlechterpolitik oder Strafrecht gewertet.","editorial_inference":"Die Betonung individueller Freiheit, demokratischer Kontrolle und sozialer Gleichheit spricht begrenzt für eine progressiv-libertäre Tendenz. 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Konkrete Positionen zu NATO, Abschreckung, Verteidigungsausgaben, Waffenlieferungen oder militärischen Bündnissen sind jedoch nicht hinreichend belegt; daher niedrige Sicherheit und breites Intervall."}],"sources":[{"url":"https://www.otto-brenner-preis.de/dokumentation/2014/preistraeger/spezial-preis/","title":"Otto Brenner Preis „Spezial“ 2014","publisher":"Otto Brenner Stiftung","date":"2014","statement":"Die Stiftung führt Mathias Greffrath als 1945 in Bad Harzburg geboren sowie als langjährig tätigen freien Journalisten auf.","dimensions":[],"supports_identity":true},{"url":"https://www.deutschlandfunk.de/wirtschaftspolitik-warum-der-kapitalismus-im-prinzip-nicht-100.html","title":"Wirtschaftspolitik – Warum der Kapitalismus im Prinzip nicht zu retten ist","publisher":"Deutschlandfunk","date":"2015-04-19","statement":"Greffrath erwägt eine globale soziale, ökosoziale Marktwirtschaft mit Arbeitszeitverkürzung, Grundsicherung, weniger Wachstum, starken Gewerkschaften und gestaltendem Staat.","dimensions":["economy"],"supports_identity":true},{"url":"https://www.blaetter.de/ausgabe/2017/august/was-nach-dem-imperium-kommt-ist-die-grosse-frage","title":"Was nach dem Imperium kommt, ist die große Frage","publisher":"Blätter für deutsche und internationale Politik","date":"2017-08","statement":"Greffrath nennt europäische Arbeitslosenversicherung und eine stärkere finanzielle Belastung auch wohlhabender westlicher Mittelschichten als notwendige Schritte.","dimensions":["economy","society"],"supports_identity":true},{"url":"https://taz.de/Eine-Revolution-im-Denken-und-Handeln/!313308/","title":"Eine Revolution im Denken und Handeln","publisher":"die tageszeitung","date":"2006-12-01","statement":"Greffrath setzt gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen auf Arbeitszeitverkürzung, Bildung und qualifizierte gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeit.","dimensions":["economy"],"supports_identity":true},{"url":"https://taz.de/Fuer-den-Westen-sterben/!1130742/","title":"Für den Westen sterben","publisher":"die tageszeitung","date":"2001-12-20","statement":"Greffrath beschreibt moderne Demokratie als Verbindung individueller Freiheitsrechte, Volkssouveränität, Arbeitsrecht, Sozialstaat und Sozialbindung des Eigentums.","dimensions":["society","economy","foreign"],"supports_identity":true},{"url":"https://taz.de/Debatte-um-Wehrpflicht/!5852119/","title":"Sondervermögen Demokratie","publisher":"die tageszeitung","date":"2022-05-18","statement":"Greffrath hält Wehrpflicht für Hightech-Armeen für ungeeignet und bevorzugt ein obligatorisches Sozialjahr als zivile Bildung.","dimensions":["foreign","society"],"supports_identity":true},{"url":"https://www.attac.de/fileadmin/user_upload/bundesebene/Rundbriefe/Rundbrief_02_03.pdf","title":"Attac-Rundbrief 3/02","publisher":"Attac Deutschland","date":"2002","statement":"Der Attac-Rundbrief nennt Greffrath im wissenschaftlichen Beirat als „Mitglied der SPD-Grundwertekommission“.","dimensions":[],"supports_identity":true}]}